Blanc
et rouge (1994), realisiert im Rahmen der Ausstellung "X-Location.
6 Videoinstallationen", kuratiert von Anna Steininger, OK
Linz.
Auf
zwei aneinander grenzende Wände des Raumes werden minimal
zeitlich versetzt zwei Performances (in weißer und roter
Farbgebung) mit exakt identischen Bewegungsablauf projeziert,
der sich insgesamt 12x wiederholt und dabei regelmäßig
beschleunigt wird. Die Performances folgen einem polynesischem
Tanzritual mit strikt geregelter Abfolge von Bewegungen und Gesten
sowie vorgegenem Rhythmus. Die ursprünliche Bedeutung des
Tanzes ist in Vergessenheit geraten, zurückgegeblieben ist
ein kinästetisches Gerüst. Als verstecktes Script fungiert
eine Niederschrift des Bewegungsauflaufs in der sogenannten Labanotation
- in der Struktur einem komplizierten Schaltdiagramm ähnlich
- , die sich im Austellungskatalog wieder findet.
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